Onkologie

Das PET-CT ist in der Onkologie ein unverzichtbares Werkzeug für Ausbreitungsdiagnostik, Therapiekontrolle und Rezidivsuche. Welcher Tracer eingesetzt wird, hängt vom Tumor ab. Jeden Befund, der eine gemeinsame Einschätzung erfordert, besprechen wir in unserer wöchentlichen interdisziplinären Tumorkonferenz.

Wir begleiten unter anderem die Diagnostik bei:

  • Bronchialkarzinom (Lungenkrebs): Staging, Lymphknoten- und Fernmetastasen, Rezidiv

  • Prostatakarzinom: PSMA-PET-CT bei PSA-Anstieg und Hochrisiko-Staging (→ Urologie)

  • Mammakarzinom / Ovarialkarzinom (→ Gynäkologie)

  • Maligne Lymphome (Hodgkin / Non-Hodgkin): Initiales Staging, Interims-PET, Abschluss-Staging

  • Malignes Melanom: Metastasen- und Rezidivsuche

  • Kopf-Hals-Tumoren: Lymphknotenmetastasen und Rezidive

  • Kolorektales Karzinom: Rezidivdiagnostik bei steigenden Tumormarkern

  • Neuroendokrine Tumoren (NET): Somatostatinrezeptor-PET-CT (SSTR-PET-CT)

  • CUP-Syndrom: Suche nach dem unbekannten Primärtumor

  • Skelettmetastasen: Nachweis und Staging mittels Fluorid-PET

  • Magenkarzinom: FDG-PET-CT beim Staging zur Beurteilung von Lymphknotenbefall und Fernmetastasen sowie zur Therapiekontrolle. Da nicht alle Magentumoren FDG ausreichend aufnehmen, wird der Einsatz individuell entschieden.

  • Ösophaguskarzinom (Speiseröhrenkrebs): Standard-Staging zur Beurteilung von Lymphknoten- und Fernmetastasen (Leber, Lunge). Auch zur Kontrolle des Ansprechens auf eine Vorbehandlung vor einer Operation.

F-FDG-PET-CT in der Neurologie

 

In der Neurologie wird meist die ¹F-FDG-PET-CT zur Darstellung des regionalen Glukosestoffwechsels eingesetzt, vor allem bei folgenden Fragestellungen:

  • Demenz: Neben Alzheimer gibt es weitere Demenzformen, die sich mit dem FDG-PET-CT unterscheiden lassen, zum Beispiel Morbus Alzheimer von einer frontotemporalen Demenz.
  • Epilepsie: Hilft, den Ursprungsort der Anfälle im Gehirn zu lokalisieren, besonders bei der Planung eines operativen Eingriffs.
  • Parkinson-Syndrome: Mittels spezifischer Tracer wie DaTSCAN oder FDG lassen sich verschiedene Parkinson-Erkrankungen voneinander unterscheiden. Mehr dazu im Abschnitt Morbus Parkinson.
  • Neuro-Post-COVID: Zeigt, ob einzelne Hirnregionen einen veränderten Stoffwechsel aufweisen bei anhaltenden neurologischen Beschwerden nach einer COVID-19-Erkrankung.

 

Morbus Parkinson (DaTSCAN)

 

Der DaTSCAN macht die Dopamin-Transporter im Gehirn sichtbar und hilft, ein Parkinson-Syndrom von anderen Erkrankungen wie dem essenziellen Tremor abzugrenzen. Ein radioaktiv markierter Tracer auf Jod-123-Basis wird injiziert und lagert sich an die Dopamin-Transporter an. Anschließend erstellt eine SPECT-Kamera ein Bild der Verteilung im Gehirn.

  • Rechtzeitiges Erscheinen, damit die Geräte vorbereitet und geprüft werden können.
  • Keine Nüchternheit erforderlich, normales Essen und Trinken erlaubt.
  • Medikamentenliste mitbringen: Bestimmte Medikamente (z. B. manche Antidepressiva, ADHS-Medikamente wie Ritalin oder Bupropion) müssen vorab nach ärztlicher Absprache pausiert werden. Klassische Parkinson-Medikamente wie L-Dopa in der Regel kein Problem.
  • Schwangerschaft oder Stillzeit unbedingt vor der Terminvergabe mitteilen.
  • Platzangst frühzeitig mitteilen, Besichtigung der Geräte vor dem Termin möglich.
  • Anruf zur Terminbestätigung etwa zwei Tage vorher, da das Untersuchungsmittel extra für Sie bestellt wird.
  • Strahlenbelastung gering, vergleichbar mit einer normalen Röntgenuntersuchung.

  • Gültiger Überweisungsschein mit Auftrag der Untersuchungsart
  • Krankenversicherungskarte
  • Aktuelle Medikamentenliste
  • Untersuchungsbezogene Vorbefunde
  • Gegebenenfalls einen Dolmetscher
  • Bei Minderjährigen: Erziehungsberechtigte Person oder schriftliche Einwilligung

  • Schilddrüsenschutz: Einnahme von Jod-Tropfen, Wirkzeit etwa eine Stunde.
  • Injektion: Gabe des schwach radioaktiven Tracers über eine Armvene.
  • Wartezeit: Etwa drei Stunden, bis sich die Substanz optimal im Gehirn angereichert hat.
  • SPECT-Aufnahme: Ca. 30 bis 40 Minuten, ruhiges Liegen erforderlich.
  • Gesamtdauer: Etwa fünf bis sechs Stunden, Praxis in den Pausen verlassen möglich.

  • Viel trinken, damit die Substanz schneller ausgeschieden wird.
  • Am Untersuchungstag längeren Körperkontakt zu kleinen Kindern vermeiden.

  • Befund wird zeitnah an Ihre behandelnde Praxis weitergeleitet.
  • Privatpatienten erhalten den Befund zusätzlich per Post.
  • Bei aktiviertem elektronischen Patientenfach (ePA) wird der Befund dort zusätzlich hinterlegt.