Nuklearmedizin am Raschplatz - Hannover

PET-CT Hannover – durch modernste Technik – hochwertige Diagnostik

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Mit Erwerb eines PET-CT der Firma General Electric (Discovery ST Elite, eines der modernsten Geräte weltweit) bietet die Nuklearmedizin am Raschplatz in Hannover Patienten eine weitere hochmoderne Diagnostik an.

  • schnelle Klärungen zu Fragen bei Verdacht auf Krebsleiden im frühen Stadium
  • kardiologische Fragen nach Schädigung des Herzmuskels z.Bsp. nach Herzinfarkt und Frage nach vitalem (lebendigem) Restgewebe, werden schnell beantwortet
  • Neurologische Klärung von Gedächtnissstörungen bei möglicher Alzheimererkrankung.

Durch die PET (Positronen-Emissions-Tomographie) können bei Krebsleiden, ein im Tumor typischer Weise erhöhter Zucker-Stoffwechsel bereits in einem sehr frühen Stadium nachgewiesen werden – dies schon lange bevor diese Tumore durch Röntgenverfahren oder Magnetresonanztomographie(MRT) zu erkennen sind. Dies führt zu einer frühzeitigen Planung einer optimalen Behandlungsstrategie.

Zusammengefasst ergeben sich derzeit drei Indikationen für PET-Untersuchungen bei Patienten mit Krebsleiden:

  • Differenzierung gutartiger/bösartiger Tumor
  • Tumorstaging (Einteilung des Tumorstadiums, bösartige Lymphknoten und Fernmetastasen)
  • Differenzierung Narbengewebe/vitales Tumorgewebe (Rezidiv, Resttumor)

Hier eine Zusammenfassung der am häufigsten international akzeptierten PET-Indikationen

  • Charakterisierung solitärer Lungenrundherd (SPN)
    (bei dieser Untersuchung besteht in Deutschland auch eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse)
  • Lungen-Karzinom
    (nicht kleinzellig) (Primärstaging, Diagnose, Staging, Re-Staging) (bei dieser Untersuchung besteht in Deutschland auch eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse)
  • Oesophaguskarzinom
    (Diagnose, Staging und Re-Staging)
  • Kolorektales Karzinom
    (Tumorlokalisation bei steigendem CEA-Wert. Diagnose, Staging und Re-Staging)
  • Lymphome
    (Diagnose, Staging und Re-Staging)
  • Melanom
    (Diagnose, Staging und Re-Staging. keine Übernahme für die Beurteilung des lokalen Lymphabflussgebietes)
  • Mamma-Karzinom
    (zusätzlich zu Standard-Bildgebung bei Patienten mit Fernmetastasen oder .im Rahmen des Re-Stagings bei Patienten mit lokoregionären Rezidiven oder Metastasen, zusätzlich zu Standard-Bildgebung zur Therapieverlaufskontrolle bei Frauen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mamma-Ca falls eine Therapieregimeänderung diskutiert wird)
  • Kopf- und Halstumore
    (außer CNS und Schilddrüse) (Diagnose, Staging und Re-Staging)
  • Schilddrüsen-Karzinom
    (Re-Staging des Rezidivs oder Resttumors bei follikulärem Schilddrüsen-Karzinom – vorab therapiert durch Thyreoidektomie und Radiojod-Ablation – welches einen TG-Wert von > 10 ng/dl aufweist und einen negativen J-131 Ganzkörperscan)

Neue Anwendungen

  • Prostatakarzinom mit F-18-Cholin
    (Primärtumor mit erhöhtem PSA und negativer Biopsie. PSA-Erhöhung nach Operation oder Bestrahlung bei V.a. Rezidiv(Neubildung)
  • Neuroendokrine Tumoren
    (z.B. Karzinoid) mit F-18-L-DOPA (Primärtumorsuche, Stadieneinteilung)

In der Kardiologie kann mit einer PET-Untersuchung der Zuckerstoffwechsel des Herzmuskels z.B. nach einem Herzinfarkt untersucht werden, ob dieser sich – z. B. durch eine Bypass-Operation – erholen kann und wieder richtig funktioniert, oder ob es sich um eine nicht regenerierbare Infarktnarbe handelt.

In der Neurologie ist mit der PET die Untersuchung des Zuckerstoffwechsels im Gehirn möglich. Durch diese Untersuchung ist eine Alzheimererkrankung, die sich möglicherweise erst Jahre später bemerkbar macht, sehr früh zu erkennen und entsprechend früh zu behandeln.

Auch lässt sich nach einem Schlaganfall,ähnlich wie nach einem Herzinfarkt, noch lebendiges Hirngewebe in einem frühen Stadium nachweisen. Dies lässt eine umfassende Therapieplanung zu.

  • Alzheimer Demenz – Frontotemporale Demenz
  • Apoplex(Schlaganfall)

Funktion PET/CT

So funktioniert die PET/CT

Ein PET-CT-System verbindet die Positronen-Emissions-Tomograpie (PET aus der Nuklearmedizin) und die Computertomographie (CT aus der Radiologie) zu einer einzigen Untersuchung.

Die PET ist ein nuklearmedizinisches Verfahren, das z.B. die Glukose- Stoffwechselaktivität im Körper bildlich sichtbar machen und messen kann. Dazu wird eine geringe Menge einer leicht radioaktiven Substanz (Radiopharmazeutikum) verabreicht. Je nach Fragestellung handelt es sich um Fluor-18-Desoxyglukose (FDG ist vergleichbar mit Traubenzucker) oder ähnlich markierte Stoffe wie Aminosäuren und Peptide (Eiweißbausteine) oder Cholin (Zellmembranbaustein). Zellen, die einen erhöhten Stoffwechsel haben (z. B. Tumorzellen) reichern diese Radiopharmazeutika an.

Mit der PET kann der radioaktiv markierte Stoff, und damit ein stoffwechselaktiver Krankheitsprozess im Körper bildlich sichtbar gemacht werden. Die PET-Komponente schafft eine räumliche Auflösung < fünf Millimeter und bietet die Möglichkeit von Volumen bezogenen Messungen, z.B vom Zuckerstoffwechsel in bestimmten Gewebestrukturen, die zum Beispiel für die Kontrolle von Therapieverläufen von großer Wichtigkeit ist.

Die anatomisch hochauflösende Darstellung durch das Mehrzeilen-Spiral-CT, die im gleichen Untersuchungsgang erstellt wird, lässt eine genaue Zuordnung der krankhaften Stoffwechselprozesse auf die betroffenen Organstrukturen zu. Die CT-Einheit entspricht dem modernsten Stand der Technik mit geringster Strahlenexposition für den Patienten (low dose CT). Die Kombination der einzelnen Geräte in unserem PET-CT führt zu höchster Qualität bei geringster Strahlenbelastung.

Anwendung PET/CT

Die Untersuchung PET/CT

Für wen kommt die PET-CT zur Anwendung?

Diese Frage muss jeder Patient zuerst mit seinem behandelnden Arzt besprechen.

Eine PET-CT-Untersuchung kann nach der Neudiagnose einer Tumorerkrankung sinnvoll sein, um die Ausbreitung des Tumors in einer Ganzkörperuntersuchung zu erfassen, so zum Beispiel bei Lungenkrebs, Brustkrebs, Darmkrebs und vielen anderen Krebsarten.

Sinnvoll ist eine PET-CT-Untersuchung auch, wenn aufgrund von Laborwerten (z.B. über die Norm gesteigerter PSA-Wert, bei Prostatakrebs) der Verdacht auf ein erstmaliges oder erneutes Auftreten einer Tumorerkrankung besteht.

In der Nachsorge oder Therapiekontrolle ist die PET/CT oft sinnvoll, um zu überprüfen, ob ein Tumor seine krankhafte Aktivität verringert oder ganz eingestellt hat, zum Beispiel nach der Strahlentherapie oder Chemotherapie von Lymphdrüsenkrebs (Lymphom). Auch kann mit der PET/CT unterschieden werden, ob eine im CT entdeckte Gewebsvermehrung eine Narbe darstellt oder einem wieder neu aufgetretenen Tumor entspricht.

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Vorbereitung zur FDG PET-CT Untersuchung

Sie sollten ab dem Vorabend der Untersuchung nüchtern sein, dürfen aber ohne Einschränkung zuckerfreie Flüssigkeit wie Mineralwasser zu sich nehmen. Sollte eine Zuckererkrankung (Diabetes) vorliegen, bitten wir Sie, uns dieses vor der Vereinbarung einer Untersuchung mitzuteilen.

Bringen Sie bitte ausreichend Zeit für die Untersuchung mit. Sie können gern Musik hören – am besten bringen Sie ein entsprechendes Abspielgerät z.B CD Player, i.pod oder ähnliches mit. Lesen hingegen ist hinderlich. Es führt zu unerwünschten Anreicherungen von FDG in der Muskulatur des Schultergürtels und in den äußeren Augenmuskeln und kann somit die Aufnahmen verfälschen. Auch sollten sie in der Vorbereitungsphase und während der Untersuchung Ihr Mobil-Telefon nicht benutzen.

Durchführung PET/CT

Zunächst erfolgt die Messung des Blutzuckerspiegels. Danach sollen Sie sich bequem und entspannt hinlegen. Es erfolgt dann die Injektion des Radiopharmakons in eine Armvene.

Die leicht radioaktive Substanz, die wir Ihnen injizieren, zerfällt sehr schnell (Halbwertzeit ca.2Std.). Daher ist es auch wichtig, dass Sie als Patient pünktlich zu einem Untersuchungstermin erscheinen. Nach der Injektion dauert es circa eine Stunde, bis sich das Radiopharmakon (z.B. Fluordesoxyglukose FDG) im Körper verteilt hat.

Dann erfolgen die Aufnahmen. Je nach Umfang (in der Regel von der Schädelregion bis in Höhe der Oberschenkel) und Aufnahmeprotokoll dauern diese am PET-CT ca.30 Minuten. Zu Beginn der Untersuchung wird ein low dose-CT(Niedrig Dosis CT) des Körpers aufgenommen. Dies dient unter anderem zur Verbesserung der PET-Aufnahmen und zur Berechnung der Strahlenabschwächung im Körper. Dadurch kann das Gerät selbststängig, die optimale Dosis zur Erstellung für die CT Aufnahmen errechnen, was die Strahlenexposition auf ein Minimum mindert.

Auswertung

Die Aufnahmen werden zunächst im Computer rekonstruiert. Danach erfolgt durch Fachärzte der Nuklearmedizin und Radiologie die Befundung. Nicht alle Ergebnisse liegen bereits am selben Tag vor, wir sind bemüht Ihrem behandelnden Arzt, die Resultate schnellstmöglich mitzuteilen, meist innerhalb von 1-2 Arbeitstagen.

GANZ WICHTIG(!!!):

Leider werden in Deutschland, im Gegensatz zum europäischen Ausland, die Kosten für ein PET-CT nur bei wenigen Untersuchungen von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Wir helfen Ihnen gerne einen Kostenübernahme-Antrag für eine notwendige Untersuchung bei Ihrer Krankenkasse zu stellen. Dies ist oft zeitaufwendig und liegt am bürokratischen Ablauf des Verfahrens, kommen Sie daher schnellstmöglich auf uns zu, damit wir Ihnen helfen.

Bei den privatärztlichen Kassen wird die Untersuchung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet, und stellt somit kein Problem dar.

Vereinbaren Sie einen Termin mit uns.

 Weitere Informationen zur PET-CT finden Sie bei Wikipedia unter folgendem Link:

 http://de.wikipedia.org/wiki/PET-CT#Vom_PET_zum_PET.2FCT